Lösung · Confidential Computing / TEE (TEE)
Apple Private Cloud Compute (Referenz)
Anbieter: Applesecurity.apple.com
Goldstandard für nachweisbare Abschottung (stateless, verifiable transparency), aber NUR Referenzarchitektur, nicht als Drittanbieter-Inferenzdienst nutzbar.
TEE · Referenzarchitektur · nicht-beziehbar
Souveränitäts-Profil
Recht (r)
1
Technik (t)
3
Autonomie (a)
0
Warum nicht höher als Stufe 0: Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag bzw. als öffentliches Tool nur für unkritische Inhalte geeignet.
Datenblatt
- Jurisdiktion
- US
- Betriebsmodell
- Versiegelte Enklave (nicht als Dienst beziehbar)
- AVV verfügbar
- n/a
- Training auf Kundendaten
- nein
- Offene Gewichte
- nein
- Selbst betreibbar
- nein
- Zuletzt geprüft
- 2026-08-01
Wofür sie taugt
Kein Angebot, sondern ein Maßstab. Apple beschreibt hier öffentlich, wie sich Abschottung bauen und von außen nachprüfen lässt. Nützlich für Sie als Vergleichsmaßstab, wenn ein Anbieter Ihnen vertrauliche Verarbeitung verspricht: an diesen drei Zusagen können Sie ihn messen.
Grenzen
Die drei Zusagen, an denen sich andere messen lassen müssen, im Wortlaut. Zustandslosigkeit: personenbezogene Daten dürfen „not be retained, including via logging or for debugging, after the response is returned". Kein privilegierter Zugriff im Betrieb: das System „must not contain privileged interfaces that would enable Apple's site reliability staff to bypass PCC privacy guarantees"; Fernzugänge und Beobachtungswerkzeuge sind bewusst ausgebaut. Nachprüfbarkeit: Apple sagt zu, „making software images of every production build of PCC publicly available for security research", samt Messwerten in einem fortschreibbaren, kryptografisch fälschungssicheren Protokoll.
Und die Einschränkung, die alles andere überlagert: Sie können es nicht kaufen. Die Veröffentlichung beschreibt die Umgebung ausschließlich als Unterbau für die Funktionen auf Apple-Geräten, nicht als Dienst für Dritte (geprüft am 01.08.2026). Deshalb trägt dieser Eintrag keine erreichbare Schutzstufe: er steht in der Registry als Referenz, nicht als Option.
Ein Punkt, den die Veröffentlichung offen lässt: zum Training auf Nutzerdaten sagt sie nichts. Für einen Maßstab, an dem wir andere messen, gehört das benannt statt stillschweigend angenommen.
Restrisiken
- Fremdstaatliche Jurisdiktion: Der US Cloud Act (o.ä.) kann Zugriff erzwingen · auch bei EU-Hosting.
- Daten werden beim Anbieter verarbeitet (Klartext) · kein technischer Schutz gegen Abfluss.
- Proprietär ohne Eigenbetrieb: erhöhte Abhängigkeit / Lock-in, eingeschränkte Exit-Optionen.
- Kein AVV / öffentliches Tool · nur für öffentliche, unkritische Inhalte.
Pflichten beim Einsatz
- Für personenbezogene oder vertrauliche Daten ist dieses Tool nicht geeignet.
- KI-VO-Pflichten (Hochrisiko nach Annex III, Transparenz nach Art. 50) hängen vom Anwendungsfall ab · separat prüfen.
- Gilt immer: KI-Kompetenz sicherstellen (Art. 4 KI-VO, seit 2.2.2025) · Mitarbeitende schulen, Nutzungsregeln festlegen, beides dokumentieren.
Weiterführend
Quellen1
- Apple Security Research: Private Cloud Compute (Zustandslosigkeit, kein privilegierter Zugriff, nachprüfbare Transparenz) anbieter-doku · abgerufen 2026-08-01 · belegt: stufe
Prüfhistorie
- 2026-08-01 Kürzel-Beleg security.apple.com durch die Veröffentlichung selbst ersetzt. Die drei Kernzusagen sind jetzt im Wortlaut belegt, ebenso der für diesen Eintrag entscheidende Punkt: die Veröffentlichung beschreibt die Umgebung ausschließlich als Unterbau der Apple-Gerätefunktionen, nicht als Dienst für Dritte. Ergänzt: zum Training trifft sie keine Aussage. (security.apple.com)
Nächster Schritt
Ob Stufe 0 für Ihr Vorhaben genügt, hängt von Ihren Daten, der Rechtslage und dem Einsatzzweck ab. Die Peilung ermittelt Ihre Mindeststufe in vier Schritten (KI-VO, Daten, Branche, Unabhängigkeit) und zeigt anschließend alle Lösungen, die sie erfüllen.