Die Begriffe, die in fast jedem KI-Gespräch fallen.
Künstliche IntelligenzKI
Künstliche Intelligenz ist der Oberbegriff für Software, die Aufgaben übernimmt, für die man bisher menschliche Intelligenz brauchte, etwa Sprache verstehen, Muster erkennen oder Entscheidungen vorbereiten. Der Begriff umfasst viele Verfahren, von einfachen Regeln bis zu großen Sprachmodellen. Im Mittelstand meint KI heute meist generative Werkzeuge, die Texte, Bilder oder Code erzeugen.
Mehr dazu: Souveräne KI
Machine LearningML
Machine Learning ist der Teil der KI, bei dem ein System aus Beispielen lernt, statt festen Regeln zu folgen. Man zeigt dem Modell viele Daten, und es leitet daraus selbst Muster ab. Für Unternehmen heißt das etwa: Ein Modell kann Rechnungen automatisch einordnen, sobald es genug Beispiele gesehen hat.
Deep Learning
Deep Learning ist eine Form des Machine Learning, die mit künstlichen neuronalen Netzen aus vielen Schichten arbeitet. Diese Netze erkennen komplexe Muster in Sprache, Bildern oder Ton. Große Sprachmodelle und moderne Bilderkennung beruhen darauf.
Large Language ModelLLM
Ein Large Language Model ist ein Sprachmodell, das auf sehr großen Textmengen trainiert wurde und natürliche Sprache versteht, fortschreibt oder umformuliert. Es ist die Grundlage heutiger KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude. Im Unternehmen dient ein LLM etwa als Assistent für Texte, Zusammenfassungen oder Recherche.
Mehr dazu: RAG-Assistenten
Generative KI
Generative KI bezeichnet Modelle, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Audio, Video oder Code. Anders als klassische KI, die nur einordnet oder vorhersagt, produziert generative KI eigenständige Ergebnisse. Für den Mittelstand ist sie oft der erste greifbare Anwendungsfall, etwa im Marketing.
Mehr dazu: KI im Marketing Workshop
General-Purpose AIGPAI
General-Purpose AI, auf Deutsch KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck, sind universell einsetzbare Modelle wie GPT, Claude oder Gemini, die für viele Aufgaben taugen. Die EU-KI-Verordnung regelt sie gesondert und verpflichtet ihre Anbieter zu Transparenz. Wer solche Modelle nutzt, sollte prüfen, dass die Anbieter diese Pflichten erfüllen.
Mehr dazu: EU KI-Verordnung
Token
Ein Token ist die kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells, meist ein Wortteil. Modelle rechnen intern nicht in Wörtern, sondern in Tokens, und viele KI-Dienste werden pro Token abgerechnet. Ein deutscher Satz umfasst grob 15 bis 30 Tokens.
Prompt und Prompt Engineering
Ein Prompt ist die Eingabe, mit der Sie einem KI-Modell eine Aufgabe stellen. Prompt Engineering meint das gezielte Formulieren dieser Eingaben, damit das Ergebnis brauchbar wird. Gute Prompts sind konkret, geben Kontext und benennen das gewünschte Format.
Kontextfenster
Das Kontextfenster ist die Textmenge, die ein Modell auf einmal berücksichtigen kann, gemessen in Tokens. Ist es zu klein, verliert das Modell frühere Teile einer langen Unterhaltung oder eines Dokuments. Größere Kontextfenster erlauben es, ganze Handbücher oder Verträge in einem Durchgang zu verarbeiten.
Halluzination
Als Halluzination bezeichnet man eine Antwort, die ein KI-Modell überzeugend, aber sachlich falsch formuliert. Das Modell erfindet dann Fakten, Quellen oder Zahlen, die es nicht gibt. Verfahren wie RAG und menschliche Kontrolle senken das Risiko, schließen es aber nicht vollständig aus.
Mehr dazu: RAG-Assistenten
Inferenz
Inferenz ist der Betrieb eines fertig trainierten Modells: der Moment, in dem es eine konkrete Eingabe verarbeitet und eine Antwort liefert. Sie unterscheidet sich vom Training, das einmalig und aufwendig ist. Wer Modelle selbst betreibt, braucht für die Inferenz passende Hardware, oft Grafikprozessoren.
Mehr dazu: Souveräne KI