Jeder Agent (ob in LangGraph, CrewAI oder n8n gebaut) besteht aus denselben vier Bausteinen. Sie zu verstehen hilft, Aufwand und Risiken realistisch einzuschätzen.
01 · LLM: das Sprachmodell
Das Gehirn, das versteht und plant.
Der zentrale Reasoning-Schritt: Aus dem Ziel und dem aktuellen Stand bestimmt das Modell die nächste sinnvolle Aktion. Souverän heißt hier: lokales LLM oder EU-konforme API, kein automatischer Datenfluss in die USA.
Beispiel: Llama 3.1, Mistral, Qwen self-hosted; oder Mistral / Aleph Alpha als EU-API.
02 · Toolbox: die Werkzeuge
Wie der Agent in die Welt eingreift.
Jedes Werkzeug ist eine Funktion mit klar beschriebener Schnittstelle: Datenbank-Query, CRM-Lookup, Ticket-Anlage, Mail-Versand, Web-Suche. Der Agent darf nur das, was die Toolbox erlaubt. Das ist gleichzeitig die wichtigste Sicherheits-Stellschraube.
Beispiel: „erstelle_jira_ticket(projekt, titel, beschreibung)" als Tool: der Agent kann Tickets anlegen, aber keine löschen.
03 · Memory: das Gedächtnis
Was der Agent über die Sitzung mitnimmt.
Kurzfristig: Was wurde im aktuellen Auftrag schon erledigt, welche Werkzeuge schon mit welchem Ergebnis aufgerufen. Langfristig: Was hat der Agent in früheren Aufträgen über den Kunden, das System, den Prozess gelernt, typischerweise wieder in einer Vektor-Datenbank.
Beispiel: Ein Support-Agent merkt sich pro Kunde frühere Tickets und löst neue Anfragen im Kontext.
04 · Task-Planer: die Orchestrierung
Wer entscheidet, was als Nächstes passiert.
Die Schicht, die das Ziel in Teilschritte zerlegt, Werkzeug-Aufrufe orchestriert und auf Zwischenergebnisse reagiert. Frameworks wie LangGraph, CrewAI oder n8n bauen genau diese Schicht. Der Aufwand liegt selten im LLM, fast immer im Plan-Loop.
Beispiel: ReAct-Muster (Reason, Act, Observe) in Schleife, bis das Ziel erreicht oder eine Eskalation nötig ist.