Mit der dritten Generation entstehen vollständige Anwendungen, die im Produktivbetrieb tragen, nicht nur Schnipsel im Editor. Fünf Felder aus unserer eigenen Praxis, und zu jedem die Stelle, an der die Arbeit beim Team bleibt.
01
Vollständige Anwendungen bis in die Produktion
Nicht nur Bausteine, sondern das ganze Produkt: diese Website ist eine Next.js-Anwendung mit Buchung, Konten, CMS, Suche und eigener Infrastruktur, in rund einem Quartal von zwei Personen agentisch gebaut und seitdem im Betrieb. Über 100 gemergte Pull Requests, jeder mit Review und grüner CI.
Was es braucht: Architektur-Entscheidungen, Tests und Reviews bleiben beim Team. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Prototyp und einer Anwendung, die im Betrieb trägt.
02
Boilerplate und Test-Gerüste
Routinen, die man immer wieder schreibt: Form-Validation, API-Wrapper, Test-Setup-Boilerplate, Mock-Daten. Genau die Aufgaben, bei denen die meisten Entwickler Energie verlieren, ohne Substanz zu erzeugen.
Die Grenze: Standard-Patterns werden gut, Domänen-spezifische Tests müssen weiterhin manuell formuliert und geprüft werden.
03
Code-Review-Unterstützung
Diffs durchgehen, offensichtliche Schwächen markieren, Sicherheits-/Performance-Hinweise geben, Konsistenz-Brüche aufzeigen. Ersetzt keinen menschlichen Reviewer, entlastet aber die Aufmerksamkeits-Kapazität für die wirklich wichtigen Punkte.
Die Grenze: KI-Reviewer übersieht oft Architektur- und Intentions-Fragen, die ein menschlicher Reviewer mit Projekt-Kontext sofort sieht.
04
Refactoring an klar abgegrenzten Stellen
Eine Funktion umbenennen, eine Konvention im ganzen Modul umstellen, eine API-Signatur ändern und alle Aufrufstellen anpassen. Agentic-Coding-Tools sind hier sehr stark, wenn der Scope sauber benannt ist.
Die Grenze: Breite Refactorings über mehrere Bounded Contexts brauchen einen Plan vor dem Tool-Einsatz, sonst entstehen Patchworks statt sauberer Migration.
05
Dokumentation und Onboarding-Erklärungen
README-Sektionen entwerfen, Architektur-Diagramme als Text-Skizze, „Wie funktioniert diese Komponente?"-Erklärungen für neue Team-Mitglieder. KI-generierte Erstentwürfe sparen viel Zeit, der menschliche Schliff bleibt nötig.
Die Grenze: Generierte Dokus erfinden gerne plausible, aber falsche Details. Jeder Satz muss gegen die Realität geprüft werden.