Lösungsart · Consumer-Tools (Consumer)
ChatGPT (Free/Plus), Gemini, Copilot (Consumer)
Umfasst: OpenAI / Google / Microsoft
Kein einzelnes Produkt, sondern eine Bauweise beziehungsweise eine Gruppe vergleichbarer Angebote. Die Angaben unten beschreiben, was für diese Art typisch ist.
Nur für öffentliche, unkritische Inhalte; kein AVV im Consumer-Tarif, Eingaben ggf. fürs Training.
öffentlich · kein AVV
Souveränitäts-Profil
Recht (r)
0
Technik (t)
0
Autonomie (a)
0
Warum nicht höher als Stufe 0: Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag bzw. als öffentliches Tool nur für unkritische Inhalte geeignet.
Datenblatt
- Jurisdiktion
- US
- Betriebsmodell
- Öffentliche API / Consumer-Dienst
- AVV verfügbar
- nein
- Training auf Kundendaten
- ja
- Offene Gewichte
- nein
- Selbst betreibbar
- nein
- Zuletzt geprüft
- 2026-08-01
Wofür sie taugt
Für öffentlich zugängliche, unkritische Inhalte: Textentwürfe, Recherche-Einstiege, Zusammenfassungen frei verfügbarer Dokumente. Als Einstieg zum Kennenlernen taugt das. Sobald Kundendaten, Personendaten oder Geschäftsgeheimnisse im Spiel sind, ist der nächste Schritt ein Geschäftstarif, kein Privatkunden-Konto.
Grenzen
Die drei Anbieter behandeln das Training unterschiedlich, und die Registry bewertet deshalb konservativ nach dem ungünstigsten Fall.
- OpenAI schreibt für die Dienste für Einzelpersonen ausdrücklich: „we may use your content to train our models", mit Widerspruch über das Datenschutzportal.
- Google nutzt Aktivitäten nach eigener Angabe auch zum Training generativer Modelle, abschaltbar über die Aktivitätseinstellung. Ein Teil der Unterhaltungen wird von Menschen gesichtet.
- Microsoft regelt im Servicevertrag an dieser Stelle nur die Verarbeitung zur Missbrauchserkennung und untersagt umgekehrt den Nutzern, mit den Ausgaben eigene KI zu trainieren. Eine Trainingsfreigabe steht dort nicht.
Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist in den Privatkunden-Tarifen nicht vorgesehen. Für dieselben Anbieter gelten in den Geschäftstarifen andere Regeln: OpenAI trainiert dort nach eigener Angabe standardmäßig nicht.
Restrisiken
- Fremdstaatliche Jurisdiktion: Der US Cloud Act (o.ä.) kann Zugriff erzwingen · auch bei EU-Hosting.
- Daten werden beim Anbieter verarbeitet (Klartext) · kein technischer Schutz gegen Abfluss.
- Anbieter trainiert ggf. auf Ihren Daten · vertraglich ausschließen (Zero Data Retention).
- Proprietär ohne Eigenbetrieb: erhöhte Abhängigkeit / Lock-in, eingeschränkte Exit-Optionen.
- Kein AVV / öffentliches Tool · nur für öffentliche, unkritische Inhalte.
Pflichten beim Einsatz
- Für personenbezogene oder vertrauliche Daten ist dieses Tool nicht geeignet.
- KI-VO-Pflichten (Hochrisiko nach Annex III, Transparenz nach Art. 50) hängen vom Anwendungsfall ab · separat prüfen.
- Gilt immer: KI-Kompetenz sicherstellen (Art. 4 KI-VO, seit 2.2.2025) · Mitarbeitende schulen, Nutzungsregeln festlegen, beides dokumentieren.
Quellen3
- OpenAI: How your data is used to improve model performance anbieter-doku · abgerufen 2026-08-01 · belegt: training
- Google: Datenschutzhinweis für Gemini-Apps anbieter-doku · abgerufen 2026-08-01
- Microsoft-Servicevertrag, Abschnitt 14.s (KI-Dienste) vertragstext · abgerufen 2026-08-01
Prüfhistorie
- 2026-08-01 Kürzel-Beleg „Anbieter-Doku" durch drei belegte Quellen ersetzt. Der Trainings-Vorgabewert ist für OpenAI und Google belegt; im Microsoft-Servicevertrag ist er nicht geregelt, die Einstufung bleibt deshalb konservativ. (help.openai.com, support.google.com, microsoft.com)
Nächster Schritt
Ob Stufe 0 für Ihr Vorhaben genügt, hängt von Ihren Daten, der Rechtslage und dem Einsatzzweck ab. Die Peilung ermittelt Ihre Mindeststufe in vier Schritten (KI-VO, Daten, Branche, Unabhängigkeit) und zeigt anschließend alle Lösungen, die sie erfüllen.